
Die brutale Realität langer Anstiege wie dem Stilfserjoch ist simpel: Der Berg verzeiht keine Fehler. Wenn du am Fuß des Passes den falschen Rhythmus wählst oder beim Timing deiner Nahrungsaufnahme patzt, ist dein Rennen gelaufen, lange bevor du die Passhöhe erreichst. Ein Einbruch am Berg ist fast nie ein mentales Problem, sondern das direkte Resultat von fehlerhaftem Pacing und einem leergelaufenen Glykogenspeicher.
Der gefährlichste Trugschluss: Puls vs. Watt am Berg
Warum der Pulsmesser dich anlügt

Viele Athleten steuern ihre Belastung am ersten Anstieg nach Herzfrequenz. Das ist ein fataler Fehler. Die Herzfrequenz reagiert mit einer massiven Verzögerung auf die tatsächliche muskuläre Belastung. Wer am Fuß des Stilfserjochs hart antreibt und wartet, bis der Zielpuls erreicht ist, fährt in den ersten 10 bis 15 Minuten massiv über seiner Schwelle. Die Folge: Du übersäuerst sofort und trägst diese Hypothek bis zum Gipfel mit dir.
Pacing Strategie für lange Anstiege (Rennrad)
Die Wattmessung ist die einzige objektive Wahrheit am Berg. Ein Watt ist ein Watt, unabhängig von Nervosität, Hitze oder Schlafqualität. Stures Pacing nach Leistung ist die einzige Methode, um nicht in der zweiten Hälfte der Steigung zu implodieren. Du fährst von der ersten Kurbelumdrehung an exakt den Wattwert, den dein Stoffwechsel für die voraussichtliche Dauer des Anstiegs toleriert.
Die harte Mathematik: Watt pro Kilo (W/kg) und deine Schwellen
Pacing Radmarathon: Raten ist keine Strategie
Wer seine Schwellenwerte nur aus einer App schätzt, fährt blind. Um zu wissen, mit wie viel Watt du überhaupt in den Berg hineinfahren kannst, ist eine professionelle Leistungsdiagnostik zwingend erforderlich.
Erst wenn deine individuellen Schwellen (aerob/anaerob) und dein tatsächlicher FTP (Functional Threshold Power) labortechnisch oder durch einen sauberen Leistungsdiagnostik bestimmt wurden, lässt sich eine brauchbare und verlässliche Pacing-Strategie ableiten.
An einem Pass, der über anderthalb Stunden dauert, bewegst du dich idealerweise im oberen Grundlagenbereich – je nach Trainingsalter. Wer hier dauerhaft an oder über seiner Schwelle fährt, leert seine Speicher vorzeitig.
Watt pro Kilo Stilfserjoch
Am Berg entscheidet nicht die absolute Wattzahl, sondern dein Leistungsgewicht (W/kg).
Beispiel: Ein 85-Kilo-Athlet, der 250 Watt tritt, wird von einem 65-Kilo-Athleten, der ebenfalls 250 Watt tritt, am Stilfserjoch deklassiert. Kenne dein Systemgewicht und halte dich strikt an die W/kg-Vorgabe aus deiner Diagnostik.
Wann essen vor dem Berg (Radmarathon)? Das Timing-Geheimnis
Die Blutverteilungs-Falle und der "Couch-Effekt"
Der größte Fehler passiert nicht am Berg, sondern Stunden davor: Ein klassischer Energieriegel braucht etwa 2 Stunden, bis er gekaut, verdaut, aufgespalten, im Blutkreislauf und schließlich als Energie im arbeitenden Muskel verfügbar ist.

Wer erst am Fuße des Passes anfängt, feste Nahrung zu sich zu nehmen, sitzt in einer physiologischen Falle. Die Energie aus diesem Riegel kommt im Rennen nicht mehr an. Im Gegenteil: Sie trifft deinen Körper erst, wenn du nach dem Event bereits geduscht zu Hause auf der Couch liegst. Viele Athleten kennen das spürbare "Pochen" des Körpers im Ruhezustand nach einem harten Rennen – das ist exakt der Moment, in dem die falsch getimte Energie des Riegels endlich im System ankommt. Daher gilt: Feste Nahrung muss Stunden vor dem harten Leistungsabruf konsumiert werden (z. B. am Frühstückstisch oder in der langen Anfahrt).
Die Raceday-Lösung: Warum feste Nahrung am Berg scheitert
Das Sauerstoff-Problem
Wenn du in einer 10%-Rampe bei 180 Puls versuchst, an einem festen Energieriegel zu kauen, sabotierst du dich selbst. Kauen stört die Sauerstoffaufnahme massiv. Zudem wird unter Maximalbelastung das Blut aus dem Magen-Darm-Trakt abgezogen und in die Beine gepumpt. Der Riegel liegt wie ein Stein im Magen, provoziert Übelkeit und liefert – wegen der 2-Stunden-Verzögerung – für diesen Anstieg ohnehin keine Energie mehr.
Das Raceday-Setup: Muskelschutz und flüssige Energie mit NOM
Am Berg zählt während der Belastung ausschließlich flüssige Energie, die keine Verdauungsarbeit erfordert. Gleichzeitig frisst dein Körper an langen Pässen die eigene Muskulatur auf, wenn er nicht vorab richtig gepanzert wird.
Das NOM Intervall & Competition – HIT Wettkampf Bundle teilt diese physiologischen Aufgaben kompromisslos auf:
- Phase 1 & 3: Vorbereitung und Regeneration (NOM Intervall) Ein mehrstündiger Radmarathon provoziert massiven Muskelabbau (Katabolismus). NOM Intervall ist kein In-Race-Zucker, sondern deine rein pflanzliche Protein- und Aminosäuren-Matrix. Durch das hochdosierte Erbsenproteinisolat, BCAAs und L-Glutamin schützt es die Struktur. Du trinkst es als Shake vor dem Rennen, um die Muskulatur für die extreme Belastung zu wappnen, ohne den Magen mit schwerer Nahrung zu blockieren – und direkt nach der Zielankunft, um den Zellabbau sofort zu stoppen und die Regeneration einzuleiten.
- Phase 2: Unter Volllast am Berg (NOM Competition) Sobald du im Sattel sitzt und der Pass beginnt, übernimmt NOM Competition in deiner Trinkflasche. Keine festen Riegel, kein Kauen bei 170 Puls. Die Isomaltulose-Matrix liefert dir stufenweise und extrem magenschonend bis zu 90g Kohlenhydrate pro Stunde. Der Magen bleibt komplett entlastet, während essenzielle Mineralstoffe wie Magnesium die Krampfbildung in den steilen Kehren direkt an der Synapse blockieren.
Zusammen sicherst du dir so die maximale muskuläre Integrität vor dem Start und die lückenlose, flüssige Energieversorgung im Anstieg – ohne Kauen, ohne Atemnot und ohne Magenprobleme.
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FAQ: Die 5 häufigsten Fragen zum Pacing am Berg
1. Was ist die beste Pacing Strategie für einen langen Anstieg auf dem Rad? Starte extrem konservativ. Die ersten 20 % des Berges sollten sich fast zu leicht anfühlen. Nutze ausschließlich einen Wattmesser zur Steuerung und fahre kontinuierlich deinen vorher diagnostizierten Ziel-Wattwert aus der Leistungsdiagnostik (aerob/anaerob).
2. Wann soll ich vor dem Berg im Radmarathon essen?
Feste Nahrung (Riegel) muss mindestens 1,5 bis 2 Stunden vor der harten Belastung aufgenommen werden, damit sie am Berg im Muskel ankommt. In der direkten Anfahrt und im Anstieg selbst darf ausschließlich hochkonzentrierte Flüssignahrung (wie NOM Competition) oder maximal verträgliche Gels konsumiert werden.
3. Wie viel Watt pro Kilo brauche ich für das Stilfserjoch? Das hängt von deiner Zielzeit ab. Für eine Auffahrt (ab Prad) unter 2 Stunden benötigst du in der Regel eine Dauerleistung von über 3,5 bis 4,0 W/kg, abhängig vom genauen Systemgewicht und den Windbedingungen.
4. Wie funktioniert FTP Pacing im Radmarathon? An langen Pässen solltest du vermeiden, an oder über deiner FTP zu fahren. Ein Pacing von 80 % bis maximal 90 % deiner FTP ist für Anstiege über einer Stunde deutlich realistischer, um das Rennen danach nicht mit völlig entleerten Glykogenspeichern beenden zu müssen.
5. Puls vs. Watt am Berg – was ist wichtiger?
Ganz klar: Watt. Der Puls wird am Berg durch Hitze, Höhe, Dehydrierung und Ermüdung verfälscht (Cardiac Drift). Watt ist die einzige absolute und unverfälschte Messgröße für deine mechanische Leistung.
Über den Autor: Keine Theorie. Nur Fakten und Resultate.
Wenn ich über Pacing am Limit spreche, ist das keine Lehrbuchtheorie. Mein Name ist Mathias Nothegger. Ich bin zweifacher Gesamtsieger und halte den aktuellen Streckenrekord beim Ötztaler Radmarathon – dem unbestrittenen Härtetest der Alpen.

Als Gründer von NOM Training, professioneller Radsportcoach und Leistungsdiagnostiker arbeite ich täglich mit den nackten Zahlen aus dem Labor. Ich weiß exakt, wann ein Athlet einbricht und warum. Die NOM-Sportnahrung habe ich aus einer harten Notwendigkeit heraus entwickelt: Der Markt hatte nichts zu bieten, das bei über 300 Watt am Berg den Magen schont und gleichzeitig maximale Energie liefert. Was mich in Rekordzeit über das Timmelsjoch bringt, funktioniert auch für dich. Kompromisslose Qualität, pure Sportwissenschaft.






